Vereine - Kriegerverein von 1887 - „Kyffhäuserbund“ |
Autor: Walter Räke
Aufzeichnungen von Otto Meier, Peiner-Zeitung 1937 Bericht von Dr. W. Appens, Befragung von Zeitzeugen.
Am 23. Okt. 1887 wurde der „Kriegerverein Lengede-Kl.-Lafferde“ in Kl.-Lafferde in der Gastwirtschaft Niens gegründet. Männer, die sich „Nationalliberale“ nannten und als Anhänger Bismarcks galten. 34 ehemalige Soldaten kamen zur Gründungsversammlung, Teilnehmer aus den Kriegen 1866 (Norddeutscher Bund) oder 1870/71 (Gründung des deutschen Reichstages). Am 29. Mai 1892 wurde die neue Fahne in Lengede geweiht. Aber schon am 20. Jan. 1908 trennten sich beide , Kl.-Lafferde und Lengede, und jeder Verein wurde selbständig. Per Losentscheid erhielt Kl.-Lafferde Aktenschrank, Signalhorn und Fahne. Das Geldvermögen wurde im Verhältnis der Lebensjahre der jeweiligen Vereinskameraden aufgeteilt.
1910 feierte der Kriegerverein Lengede seine Fahnenweihe.
1929 wurde eine Auflösung des Vereins erwogen, die jedoch mit der nationalen Erhebung, der Gedanke soldatischer Verbundenheit, nicht ausgeführt wurde. Am 23. Okt. 1937 wurde zum Gedenken des Gründungstages der nun 50 wechselvollen Jahre alten Lengeder Kriegskameradschaft marschiert, so unter anderem berichtete Dr. W. Appens in der Peiner Zeitung 1937.
Nach dem 2. Weltkrieg gibt es nur den Kyffhäuserbund, der als Nachfolger des Kriegervereins gilt. Es entwickelte sich eine enge Verbundenheit mit dem Ortsverein Woltorf. 1965 war Friseur Heinrich Tietze 1. Vors., Walter Hard Kreisschützenwart. In den folgenden Jahren ging die Mitgliederzahl durch Sterbefälle und Austritten stark zurück. Eine Bestrebung, die Ortsabteilung Lengede in die Ortsabteilung Broistedt zu integrieren, scheiterte.
So löste sich der Verein 1982 auf. Der letzte 1. Vors. war Gerhard Hopp,
Kassenwart Martin Lindenthal ( 1993 verst.), Schiesswart Hans Grimpe. Die Fahne
wurde nach Auskunft des letzten Vors. bei der Gemeinde Lengede abgegeben.
Quelle: Chronik 1151-2001, 21.2
|