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Auf der zweithöchsten Erhebung des Kyffhäusergebirges - dem Burgberg durchwandern Sie während Ihres Rundganges 800 Jahre deutsche Geschichte. Im 12. Jh. stand hier eine der mächtigsten deutschen Burganlagen - die Reichsburg Kyffhausen. Ihre Ausdehnung von 600 Meter Länge und 60 Meter Breite lässt sich heute noch erahnen. Die Dreiteilung der Veste in Unter,- Mittel- und Oberburg ist in der heutigen Zeit deutlich erkennbar. In der Regierungszeit Friedrich I. Barbarossa fertiggestellt, erlebte sie fast 100 Jahre eine Blütezeit. |
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Die Reichsburg Kyffhausen im 12. Jh. nach Hermann Wäscher, Halle ![]()
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Als die Burg Anfang des 15. Jh. in den Besitz der Schwarzburger wechselte, nannte man es schon "das wüste schloß Kyffhausen". Im Laufe der Zeit wurden große Teile des Mauerwerkes von der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften gebrochen und für eigene Bauzwecke genutzt. Die
erhaltenen Baureste zeigen aber die typischen Elemente einer
hochmittelalterlichen Feudalburg. |
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Bauleistungen (errechnet nach Angaben des Burgenforschers H. Wäscher aus Halle) |
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Erdbewegungen: |
21 000 m³ |
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Steinbrucharbeiten: |
65 000m³ |
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Mauer- und Stein- Metzarbeiten: |
51 000m³ |
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Holzarbeiten: |
5 000m³ |
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Dacharbeiten: |
7 000m³ |
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Ausbauarbeiten, umbauter Raum: |
59 600m³ |
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Die
Oberburg |
![]() Oberburg-Bergfried um 1800 |
![]() Restaurierter Bergfried um 2000 |
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Der äußerste
Teil der Burg wurde besonders geschützt. Nach Westen durch vier heute
noch sichtbare Abschnittsgräben und Richtung Innenhof durch einen
Wallgraben. Der
einzige Zugang zur Oberburg war das "Erfurter Tor". Das
"zurückgezogene Tor" tritt als seltene Bauform im romanischen
Burgenbau auf. Die Toranlage ist gut erhalten. In den 30iger Jahren
erfolgte der Einbau der Treppenstufen. Über dem Kammertor befand sich
zur Verteidigung ein Torhaus. |
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![]() Erfurter Tor |
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Der Turm, ab Eingang 57 m hoch, passt dreimal in den 176 m tiefen Brunnen. |
Der 176 m tiefe Brunnen |
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Wichtig für jede Burganlage ist die eigene Wasserversorgung. Dies gilt v.a. in Zeiten längerer Belagerung. Auf dem Gelände der Oberburg ist der tiefste Burgbrunnen Europas erhalten. Wahrscheinlich in den Jahren zwischen 1140 und 1170 wurde der 176 m tiefe Brunnen in den Fels getrieben. Die
Mittelburg |
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Verkieseltes
Holz ![]() ![]() |
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Malerisch ist der Weg durch die Schlucht der Mittelburg. Geologisch interessant sind die gut im Felsen sichtbaren Einschlüsse von verkieselten Stammstücken oberkarboner Bäume. Die Unterburg |
![]() Eingang in die Unterburg |
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Sie ist
der am besten erhaltene Teil der Burganlage. Ihre Ringmauer ist im
Umfang teilweise sogar in Originalhöhe vollständig erhalten. Durch ein
Kammertor betritt man die umfassend freigelegte zweigeteilte Unterburg.
Sehr gut erhalten und hervorragend restauriert ist ein ca. 5 m hoher
Stumpf eines einst ca. 25 m hohen runden Bergfriedes. Im Wohnturm, der
wahrscheinlich in mehrere Geschosse untergliedert war, ist heute noch
die Stelle des einstigen Kamins erkennbar. |
![]() Unterburg
der Reichsburg Kyffhausen nach den Ausgrabungen |